Nachrichten

Sprachenschnupperkurs- Bericht und Fotos!

08.01.2014

Der letzte Tag vor den Ferien besteht oft nur aus einem Klassenfrühstück und Filmen. Für die Schüler des fünften, sechsten und neunten Jahrganges der Johann-Heinrich-Voß-Schule galt das am Tag vor den Winterferien jedoch nicht. Zum dritten Mal bot das Gymnasium dreizehn verschiedene Sprachschnupperkurse an. Die Bandbreite erstreckte sich von Plattdeutsch, Dänisch oder Norwegisch bis hin zu Exoten, wie Chinesisch und Afghanisch.

Die einzige Bedingung war, dass die Sprachen nicht regulär in den Schulen Schleswig-Holsteins gelehrt werden. Unterrichtet wurden die Sprachen von aktiven und ehemaligen Schülern, Lehrern und vielen Eltern. Die Organisatorin Maren Himmerkus zeigte sich über den Einsatz der Dozenten sehr erfreut: „Es ist toll, dass wie wieder so viele begeisterte Dozenten gewinnen konnten. So einen Kurs vorzubereiten, ist ein unglaublicher Aufwand, dazu sind viele noch berufstätig und haben sich extra diesen Tag freigenommen. Ohne die breite Unterstützung wäre es uns gar nicht möglich, die Kurse anzubieten.“ So übernahmen zwei Schülerinnen des zwölften Jahrganges spontan den Spanischkurs, nachdem die ursprüngliche Dozentin krank geworden war.  Ebenfalls zu der Schülerschaft gehört Kareel Viljaske. Er ist als Austauschschüler für ein Jahr an der Schule und brachte seinen Schülern Estland näher. Am Ende konnten sich die Schüler auf Estnisch vorstellen, zählen und die Uhrzeit sagen. Auf Nachfrage erfuhren sie, dass „Koer, Kass, Hiir“ Estnisch für „Hund, Katze, Maus“ ist.

Im Anschluss an die Kurse gab es dann traditionell einen runden Tisch mit Kaffee und Stollen in der Mensa und die Gelegenheit sich über Erfahrungen und Methoden auszutauschen. Die Gestaltung des Unterrichts war nämlich den Experten überlassen, am beliebtesten war jedoch die Aufteilung der drei Schulstunden in zwei Abschnitte. Zuerst lernten die Schüler wichtige Vokabeln oder bei manchen Sprachen gar ein neues Alphabet. Später wurden dann Weihnachtslieder gesungen, über die Kultur des Landes geredet oder einfach nur nach interessanten Vokabeln gefragt. Dieses Jahr neu war die Einbeziehung der Orientierungsstufe, also der fünften und sechsten Klassen. Im letzten Jahr kam die Idee von einem Elternteil und wurde bei der nächsten Möglichkeit umgesetzt. Mit großem Erfolg: Die „Kleinen“ wären total begeistert und interessiert dabei gewesen, war die allgemeine Meinung. Doch auch die neunte Klasse haben gut mitgemacht, man merke, dass die älteren Schüler das Sprachenlernen gewohnt sind.

Am Rande war auch für ein paar kleine Geschichten Zeit, so erzählte der Norwegisch Dozent Tim Grünewald, dass sich ein Schüler für die Sprache entschieden habe, weil er eine Norwegische Waldkatze zuhause habe. „Ich war total aufgeregt und hatte Lampenfieber, ich habe letzte Nacht nur zwei Stunden geschlafen. Die Schüler aber waren entzückend neugierig und super dabei“, schilderte eine Dozentin, die zum ersten Mal teilnahm. Vermutlich war das auch darin begründet, dass fast jedem Schüler sein Wunsch erfüllt werden konnte. „Außerdem hatte jeder die Möglichkeit, eine Person zu bestimmen, mit der er garantiert in einen Kurs kommt“, weiß Himmerkus zu berichten. „Interessant waren die beliebtesten Kurse, das waren Chinesisch und Plattdeutsch, also eine relativ gewohnte und eine eher exotische Sprache.“ Am Ende bekamen die Dozenten einen Dank vom Schuldirektor, ein kleines Präsent und eine Einladung zum gemeinsamen Essen bei Organisatorin Himmerkus zuhause. Diese zeigte sich sehr zufrieden: „Die Schüler haben gut mitgemacht und so hatten auch die Lehrer ihren Spaß. Mein Traum wäre es allerdings, alle Jahrgangstufen mit einbeziehen zu können. Vielleicht wird das in den nächsten Jahren etwas.“

F. Schädlich

Vielen Dank an http://www.der-reporter.de für die Erlaubnis der Veröfffentlichung.